Das Unglück der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ ist kein Einzelfall, schon im Juni 1979 explodierte die Bohrinsel „IXTOC 1“ (ebenfalls im Golf von Mexiko)
Im August 2009 – nördlich von Australien konnte erst nach 10 Wochen das ausströmende Öl der Bohrinsel „Montara“ gestoppt werden.
In allen drei Fällen handelte es sich um Probebohrungen, bei denen das Bohrloch noch nicht mit Beton eingefasst war.
In allen drei Fällen lag das Problem beim „Blowout Preventer“ (BOP), dem Sicherheitsventil am Meeresgrund.
Die vorgeschlagene Lösung von BP das Öl mithilfe einer übergestülpten Glocke abzusaugen, wurde in der Tiefsee noch nie getestet. Daher bleibt es fraglich ob diese Übergangsmöglichkeit überhaupt zum Einsatz kommen wird.
Wenn sich zudem herausstellen sollte, dass das Bohrloch beschädigt ist, dann bleibt nur noch die Entlastungsbohrung. Laut einem Spiegel-Bericht hat die US-Küstenwache am Montag (03.Mai.2010) bekannt gegeben, dass die Entlastungsbohrung frühestens in 90 Tagen stattfinden wird.
Update: Zahlen zum ausfließenden Öl*
Derzeit koste der Einsatz gegen den Ölteppich etwa 6,5 Millionen Dollar (4,9 Millionen Euro) täglich***. Angeblich will BP für die Kosten aufkommen – dass wird aber ein schönes Sümmchen werden.
Die Ölpest im Golf von Mexiko hat den britischen Ölkonzern BP bislang rund drei Milliarden Euro gekostet [Tagesschau.de]
Zitat aus einem Tagesspiegel-Bericht „Die Lage gleicht einem Wasserrohrbruch, wenn der Eckhahn klemmt und weder im Keller noch in der Kanalisation Notabsperrungen existieren – kein Klempner würde so einen Unsinn installieren. Das Sicherheitskonzept der Offshore-Ölförderung muss dringend überarbeitet werden.“
Ein Bild aus dem Weltraum [17.05.2010]
Ein Bild aus dem Weltraum [25.05.2010]
Ausbreitung des ÖLs [wird laufend Aktualisiert]
Video: Ölteppich driftet in den Atlantik
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Gestern Ölpest – Heute radioaktive Verseuchung - Demonstrare.de
25. Januar 2012 von 00:44 (UTC 1) Link zu diesem Kommentar
[...] Am 20. April 2010 ist die Ölbohrinsel „Deepwater Horizon” explodiert. [INFO] [...]