Zwar wäre ein sofortiger Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland möglich, aber nach ökonomischen- und ökologischen- Gesichtspunkten sollte eine allzuschnelle Abschaltung nicht umgesetzt werden.
Nach neuen Berechnungen des Umweltbundesamts (UBA) könnten alle Kernkraftwerke sogar bis 2017 stillgelegt werden, ohne dass die Versorgung oder die Klimaschutzziele gefährdet wären. Im deutschen Kraftwerkspark bestünden laut UBA Überkapazitäten von elf Gigawatt, was es erlaube, die sieben ältesten Kernkraftwerke plus Krümmel nicht wieder anzuschalten, heißt es in der Analyse. Vor allem Erdgas-Wärme-Kraftwerke könnten bis 2017 sukzessive die Stromproduktion der neueren Meiler übernehmen. Deutlich höhere Strompreise werde es infolge eines Schnellausstiegs nicht geben.
Allerdings warnt der Vorsitzende der Ethikkommission, Töpfer, vor einem vorschnellen Umstieg auf Erdgas und Kohle. Auch der nötige Neuanfang in der Energiepolitik werfe ethische Fragen auf, sagte er dem SPIEGEL. “Wenn wir verstärkt auf Erdgas setzen, dann müssen wir uns auch fragen, was die ökologischen Folgen der neuen Erdgasfördertechniken sind.” [Quelle: Spiegel.de]
Zudem würde ein sofortiger Ausstieg aus der Kernenergie aktuell zu erhöhten Importen aus dem Ausland führen.
Damit würden wir zwar in Deutschland die Atomstromfrage lösen, aber fördern damit gleichzeitig den Atomstrom im Ausland.