Kategorienarchiv: Umwelt

Alle Berichte von Demonstrare.de zum Thema “Umwelt”

Der Castor rollt wieder

Gerade in diesem Jahr wurde die Debatte um Kernenergie wieder laut.Vor allem die Katastrophe in Fukushima (Japan) hat wieder bewiesen, dass die Kernenergie eine Risikotechnologie ist.

Dennoch geniert sich die Bundesregierung nicht auch in diesem Jahr wieder den Castor rollen zu lassen.

Für alle, die leider nicht bei den Demonstrationen dabei sein können oder sich noch etwas informieren möchten, habe ich einige interessante Links zusammengefasst:

Shell: Wir können nicht nur in der Nordsee

Am 20. April 2010 explodierte die Ölbohrinsel Deepwater Horizon im Golf von Mexiko.

Die Welt wird hellhörig – im Nigerdelta (Westafrika) verschmutzen jedes Jahr 13 Millionen Barrel Öl das Land – die Welt schaut weg.

Jetzt wird die schlimmste Ölkatastrophe seit zehn Jahren in der Nordsee befürchtet.

Diesmal geht es um die Ölbohrplattform Gannet Alpha, aus zwei Lecks strömt Öl aus.

Die Welt wird wieder hellhörig – dabei fließen jährlich rund 10.000 Tonnen Öl in die Nordsee.

Es braucht keine Blowout-Preventer, Lecks oder explodierende Plattformen um die Umwelt mit dem Erdöl zu verseuchen. Dazu benötigt man nur Geldgierige Ölkonzerne, die aufgrund von mangelnder Wartung unser gesamtes Ökosystem gefährden.

Jedes Jahr fließen Millionen von Tonnen Öl ins Meer und Grundwasser, allein schon durch die Förderung von Erdöl, tritt immer wieder Öl aus. Weiterlesen »

Profit um jeden Preis: Die BP-Story

Einer der Hauptverantwortlichen für das Desaster ist nach den Erkenntnissen des US-Kongresses der global agierende Energiekonzern British Petrol, BP, der die Bohrinsel gepachtet hatte. BP und andere Ölkonzerne sind für große Umweltschäden weltweit verantwortlich, oft verursacht durch mangelhafte Sorgfalt und unzulängliche Sicherheitsvorkehrungen.

Der amerikanische Journalist Greg Palast, recherchiert seit 20 Jahren die Geschäftspraxis des Ölriesen BP. Palast ist ein erfahrener Vertreter des investigativen Journalismus, er schreibt für den britischen “Observer” und für die “New York Times”. Seine Reise führt vom Golf von Mexiko zu dem Erschließungsgebiet von BP im arktischen Teil Alaskas bis zu einem der am meisten verseuchten Gebiete der Erde, den Ölfeldern von Aserbaidschan. Hier, im Land des Diktators Haydar Aliyev und seines Familienclans, ist BP der größte ausländische Investor. Weiterlesen »

Mal wieder ein Lebensmittelskandal – oder was wirklich Skandalös ist

Bild Quelle: Bildmaschine.de

Ich möchte mich gar nicht mit so vielen Worte zu dem EHEC (Enterohämorrhagische Escherichia coli)- Befund auf Lebensmitteln beschäftigen.

Dies übernehmen schon die allgemeinen Medien- und Presseagenturen.

So gefährlich der EHEC-Erreger auch aktuell zu sein scheint, sehe ich in den Berichterstattungen nur Panikmache, genau wie damals mit der Schweinegrippe.

Dennoch finde ich das Thema erwähnenswert. Denn Skandalös ist doch, dass das Bakterium es geschafft hat, sich gegen eine Vielzahl von Antibiotika zu immunisieren.

Durch die massenhafte Zugabe von Antibiotika in Futtermitteln, die wir wiederum durch die Nahrung von Fleisch und anderen tierischen Erzeugnissen zu uns nehmen, geben wir den Erregern erst die Möglichkeit eine Resistenz zu entwickeln. [INFO] Weiterlesen »

Verbraucherschutz in Zeiten des atomaren Ausnahmezustands

Wie passt es eigentlich zusammen, wenn das Bundesministerium für Verbraucherschutz der Bevölkerung versichert, dass es alle nur denkbaren Maßnahmen ergreift, um den deutschen Verbraucher vor den Folgen des GAUs in Fukushima zu schützen und gleichzeitig eine EU-Richtlinie durchsetzt, in der die Strahlenschutzgrenzwerte für Lebensmittelimporte aus Japan dramatisch erhöht wurden? Einmal mehr zeigt sich, dass die Interessen der Wirtschaft die EU-Politik bestimmen und der Verbraucherschutz gar keinen Stellenwert hat, wenn er Wirtschaftsinteressen im Wege steht. Von Jens Berger

Will ein Pfälzer Jäger ein Stück Wildschweingulasch in den Handel bringen, so gilt für dieses Fleisch ein Cäsium-Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilo. Dies ist ein strahlendes Beispiel für die Spätfolgen von Tschernobyl, die sich immer noch auf unsere Nahrungskette auswirken. Bis zu diesem Wochenende galt dieser Grenzwert auch für das bei wohlhabenden Feinschmeckern sehr beliebte Fleisch vom Kobe-Rind oder Fischprodukte aus Japan. Seit Inkrafttreten der EU-Verordnung 297/2011 [PDF - 760 KB] vom 25. März 2011 hat sich dieser Grenzwert für japanische Fleisch- und Fischprodukte wie von magischer Hand mehr als verdoppelt – auf 1.250 Becquerel pro Kilo. Überflüssig zu erwähnen, dass der Verbraucher von dieser eigenwilligen Fukushima-Verordnung nichts mitbekommen hat und sich durch die vollmundigen Versprechen aus dem Hause Aigner weiterhin in absoluter Sicherheit wägt. Weiterlesen »

Die Atomkraft-Lüge: Abschaltung aus wahlkampftaktischen Gründen

Vor fast 25 Jahren ist es schon einmal passiert, genauer gesagt am 26. April 1986, als es im Kernkraftwerk „Tschernobyl“ zur Kernschmelze kommt und danach explodierte. [INFO]

Noch immer setzen viele Nationen auf Kernenergie, doch die Debatten werden durch die Katastrophe in Fukushima wieder neu entfacht.

Selbst die schwarz- gelbe Regierung ist sich dieser Brisanz bewusst und beschließt aus taktischen Landtagswahl-Gründen das Moratorium.

Sechs Kernkraftwerke sollen für 3 Monate abgeschaltet werden und zwei abgeschaltet bleiben.

Wie es nach den Landtagswahlen weitergehen soll, darf sich jeder selber Ausmahlen (immerhin sind die Verträge für die Laufzeitverlängerung längst beschlossen und damit rechtskräftig). Weiterlesen »

Die Atomkraft-Lüge: Ausstieg bis 2017 ist möglich

Zwar wäre ein sofortiger Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland möglich, aber nach ökonomischen- und ökologischen- Gesichtspunkten sollte eine allzuschnelle Abschaltung nicht umgesetzt werden.

Nach neuen Berechnungen des Umweltbundesamts (UBA) könnten alle Kernkraftwerke sogar bis 2017 stillgelegt werden, ohne dass die Versorgung oder die Klimaschutzziele gefährdet wären. Im deutschen Kraftwerkspark bestünden laut UBA Überkapazitäten von elf Gigawatt, was es erlaube, die sieben ältesten Kernkraftwerke plus Krümmel nicht wieder anzuschalten, heißt es in der Analyse. Vor allem Erdgas-Wärme-Kraftwerke könnten bis 2017 sukzessive die Stromproduktion der neueren Meiler übernehmen. Deutlich höhere Strompreise werde es infolge eines Schnellausstiegs nicht geben.

Allerdings warnt der Vorsitzende der Ethikkommission, Töpfer, vor einem vorschnellen Umstieg auf Erdgas und Kohle. Auch der nötige Neuanfang in der Energiepolitik werfe ethische Fragen auf, sagte er dem SPIEGEL. “Wenn wir verstärkt auf Erdgas setzen, dann müssen wir uns auch fragen, was die ökologischen Folgen der neuen Erdgasfördertechniken sind.” [Quelle: Spiegel.de]

Zudem würde ein sofortiger Ausstieg aus der Kernenergie aktuell zu erhöhten Importen aus dem Ausland führen.

Damit würden wir zwar in Deutschland die Atomstromfrage lösen, aber fördern damit gleichzeitig den Atomstrom im Ausland.

Die Atomkraft-Lüge: Der Preis ist heiß – oder doch nicht?

Damit man die Preisentwicklung von Strom überhaupt verstehen kann, muss man erstmal wissen, dass Strom über eine Strombörse gehandelt wird. [INFO]

Der Preis für Strom liegt schon seit Jahrzehnten bei einem sehr niedrigen Niveau, aufgrund des wiederum sehr hohen Wiederverkaufswert an den Endkunden, haben die Stromkonzerne erhebliche Reserven um den Preis stabil zu halten.

Zudem kommt, dass selbst durch das Moratorium der Strompreis an der Börse nur um wenige Zehntel Cent gestiegen ist.

Zwar wäre mit einem Anstieg bei einer sofortigen Abschaltung zu rechnen, doch auch dieser würde sich nicht gleich bemerkbar machen.

So produzieren wir zur Zeit eine Überkapazität von 11 Gigawatt an Strom.

Bei einem Ausstieg aus der Kernenergie, zum Beispiel bis 2017, könnten in dieser Zeit neue ausgleichende Kapazitäten geschaffen werden. Weiterlesen »

Gestern Ölpest – Heute radioaktive Verseuchung

Am 20. April 2010 ist die Ölbohrinsel „Deepwater Horizon” explodiert. [INFO]

Die Schäden für die Umwelt wahren gravierend und die wirklichen Auswirkungen sind bis heute unbekannt.

Knapp 1 Jahr später, am 11. März 2011 hat die Umwelt eine neue verheerende Katastrophe zu verkraften.

Die Kernkraftwerksanlage „Fukushima-Daiichi“ wird stark beschädigt und wichtige Sicherheitssysteme fallen aus.

Selbst wenn der Super-GAU noch abgewendet werden kann, sind die Schäden für die Umwelt noch lange nicht absehbar.

Was muss noch alles geschehen, bis der Mensch endlich bemerkt, dass wir so nicht weitermachen können/dürfen.

Wie viel Flora und Fauna muss noch daran glauben bis die Profitgier einzelner endlich unterbunden wird, damit die Mehrheit auf diesem Planeten überleben darf. Weiterlesen »

E10: Die Schäden an der Umwelt sind das wahre Problem

Die letzen Tage wird wieder viel über die Einführung von E10 diskutiert. [INFO – was ist E10?]

Gerade die befürchteten Schäden an den Fahrzeugen werden heiß diskutiert, dabei wird in den USA gerade E15 eingeführt und in Brasilien wird Benzin mit einem 25%-Ethanol-Anteil getankt.

Selbst wenn auf längerer Zeit hin Schäden an den Fahrzeugen durch das Betreiben mit E10 entstehen sollten, werden die Schäden in der Natur, Umwelt und für uns Menschen viel größer ausfallen.

Zwar sollen die Rohstoffe für Ethanol nicht auf geschützten Flächen angebaut werden, dennoch müssen neue Flächen für den Anbau von Nahrungsmittel geschaffen werden, was dazu führen wird, dass weitere Teile des Regenwaldes abgeholzt werden. Weiterlesen »

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